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III Thematische Schwerpunkte

1. Vorbereitung der Berufswahl

Die verschlechterte Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt macht es notwendig, dass Schüler sich intensiver als bisher mit dem Thema "Berufswahl" auseinandersetzen. Dazu benötigen sie in zunehmendem Maße Beratung und Begleitung, die von Seiten der Eltern nicht mehr oder nicht im erforderlichen Umfang geleistet wird, bzw. geleistet werden kann. Von daher fällt diese Aufgabe immer mehr in den Bereich der Schule, wenn sie die Jugendlichen nicht in eine ungewisse Zukunft entlassen will.
Berufswahlvorbereitung verstehen wir deshalb als ständigen Prozess, der bereits in Klasse 5 beginnt und verstärkt in den Klassen 8 bis 10 thematisiert wird.

a Von Klasse 8 an erfolgt dann eine intensive Auseinandersetzung mit einzelnen Berufsfeldern und dem Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Interessen. Dazu gibt es an unserer Schule folgende Aktivitäten:

- Betriebsbesichtigungen

- erste Vorbereitung auf Eignungstests

- erste Kontakte mit der Berufsberatung

- dieTeilnahme am “Girls Day und neue Wege für Jungs” soll Mädchen und Jungen motivieren bzw. die Möglichkeit eröffnen, handwerkliche und technische Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erproben. Damit möchten wir einen Beitrag leisten, um der einseitigen Ausrichtung der Mädchen und Jungen auf typische Frauen- oder Männerberufe entgegenzuwirken.

- Durchführung des Kompetenzchecks zur Feststellung eigener Stärken und Schwächen sowie Interessen an Berufsfeldern.


b In Klasse 9
werden die in Klasse 8 bereits eingeleiteten Aktivitäten intensiviert (Berufsberatung, Testtraining). Zentraler Punkt ist die berufsfeldbezogene Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des dreiwöchigen Schülerbetriebspraktikums.
Daneben steht die intensive Auseinandersetzung der Schüler mit ihren eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen und Erwartungen (z.B. anhand der durch die Berufsberatung angebotenen Materialien). Zusätzlich werden die Schüler im Deutschunterricht die Schüler befähigt, Bewerbungsschreiben anzufertigen, und sie informieren sich dabei über den lokalen Ausbildungsstellenmarkt.

c Im Verlauf der Klasse 10 wird nochmals das Berufswahlspektrum der Schüler erweitert, und es werden ihnen mögliche Alternativen aufgezeigt. 
Die Intensivierung unserer Bemühungen in diesem Bereich erfolgt im Wesentlichen durch:
1. Bewerbertraining mit unserem Kooperationspartner Delphi
2. Besuch der Ausbildungsbörse
3. Regelmäßige Sprechstunden eines Mitarbeiters der Bundesagentur für Arbeit
4. Informationen über weiterführende Schulen und den Weg in die Sek.II

2. Informations- und Kommunikationstechnologien:

Um den Schülern den Umgang mit neuen Technologien (Computer, Internet) nahezubringen, versuchen wir in vielen Fächern ab Klasse 5 den Computer im Fachunterricht einzusetzen.
Unser gut ausgestatteter Computerraum mit Zugang zum Internet bietet dazu beste Voraussetzungen.
Der Einsatz neuer Medien ist in unserem Medienkonzept festgeschrieben. Neben der ständigen Erweiterung des Ausstattung mit Medien ist hier auch die Arbeit in den einzelnen Klassen-/Jahrgangsstufen geregelt.
 

3. Kulturelles und interkulturelles Lernen

a Die aktive Beteiligung an Schulmusik- und Schultheaterveranstaltungen motiviert die Schüler zu kreativem Engagement in verschiedenen AGs des musisch - künstlerischen Bereiches:

- Rockband / Keyboard AG , die Musikstücke unterschiedlicher Stilrichtungen und Schwierigkeitsgrade mit Hilfe des umfangreichen Schulinstrumentariums realisieren.

- Bühnen AG: Von Klasse 5 bis 10 haben hier die Kinder und Jugendlichen Gelegenheit, sowohl schauspielerisch auf der Bühne tätig zu sein wie auch die Arbeit im Hintergrund einer Theaterproduktion kennenzulernen und zu gestalten. Ziel ist die Eigenproduktion eines Stückes und die Aufführung in der Schule und bei der Schultheaterwoche.

b Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften wird nach Möglichkeit erweitert durch Arbeitsgemeinschaften wie z.B. Sport.

c Den Schülern steht die Bücherei des Schulzentrums mit Jugendliteratur zur Verfügung. Sie bietet den Schüler / innen zusätzliche Anreize Zugang zu Literatur zu finden.

d Die Teilnahme an außerschulischen Wettbewerben u.a. Veranstaltungen ist regelmäßiger Bestandteil des Unterrichts in verschiedenen Fächern und Jahrgangsstufen. So schaffen u.a. das Börsenspiel der Stadtsparkasse Wuppertal, das Projekt der WZ "Schule macht Zeitung" und die Projekte mit unseren Kooperationspartnern Lernsituationen, in denen sich die Schüler / innen mit aktuellen Themen realitätsnah auseinandersetzen können.

e Museen und Ausstellungsräume werden als außerschulische Lernorte genutzt. Vorwiegend in den Klassen 5 und 6 finden im Rahmen des Musikunterrichtes Theaterbesuche (Opernhaus) statt. Lehrplan und Spielplan des Theaters werden hier in sinnvollen Zusammenhang gebracht. In den Klassen 7 bis 10 werden je nach Spielplanangebot Theaterproduktionen mit in den Unterricht einbezogen.

4. Sicherheitserziehung

Sicherheitserziehung ist ein fächerübergreifendes Aufgabenfeld. Durch Sicherheitserziehung entwickeln unserer Schüler / innen die Fähigkeit, ihre Rechte auf Gesundheit und ihre Verantwortung für ein sachgerechtes Sicherheitsverhalten wahrzunehmen.

Sicherheitserziehung umfasst die Bereiche:

- Verkehrserziehung

- Verhalten beim projektorientierten Arbeiten

- Schülerbetriebspraktikum

- Umgang mit Gefahrstoffen in naturwissenschaftlichen Fächern und in den Fächern Technik und Sport

- besondere Anlässe wie z.B. Aufsicht, Schulwanderungen, Feueralarm, Theater - AG

Auch unser Schulsanitätsdienst leistet einen wichtigen Beitrag, das Ausmaß der Folgen von Unfällen bzw. Notfällen zu verringern.

a Ernährung

Unserer Schüler / innen sollen für gesundheitsbewusstes Essverhalten sensibilisiert werden. Dabei werden Informationen zwischen ausgewogener Ernährung und Gesundheit vermittelt, um Fehlernährung und Essstörungen vorzubeugen.
In Projekten und fächerübergreifendem Unterricht wie Biologie, Wahlpflicht AG, Hauswirtschaft AG und Chemie lernen die Schüler / innen die gewonnenen Erkenntnisse praktisch umzusetzen, gemeinsam frühstücken, ausgewogene Mahlzeiten planen, zubereiten und einnehmen, Nährstoffe kennen und analysieren.

b Suchtprävention

Die Suchtvorbeugung ist einweiteres Erziehungsprinzip unserer Schule. Es wird vermittelt durch Aufklärung, Information und Aktionen zur Ich-Stärkung. Wir richten den Blick darauf, was Kinder und Jugendliche stark macht und arbeiten in Unterrichtsreihen und Projekten Gefahren und Folgen von Missbrauchsverhalten auf. Dabei kooperieren wir mit außerschulischen Partnern wie z.B. dem Stadtbetrieb Jugend und Freizeit, der Caritas, der Kriminalpolizei und der Fachstelle für Suchtvorbeugung. Bei Bedarf werden Elternabende veranstaltet. Die Beratungslehrer unserer Schule stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung.
Unser außerunterrichtliches Handlungskonzept sieht die Durchführung eines Gesundheitstages für die Klassen 7  vor. An diesem Tag sollen für kleine Gruppen Workshops angeboten werden , in denen die SchülerInnen Selbsterfahrungen in den verschiedenen Formen des gesunden Lebens sammeln.

c Streitschlichtung

Konflikte unter Schülern werden an unserer Schule nicht nur beim Lehrer oder Schulleiter abgegeben, vielmehr trauen wir streitenden Schülern die Kompetenz zu, Konflikte unter ihresgleichen mit Hilfe eines Vermittlers zu lösen. Die Kontrahenten sind für die Lösung selbst verantwortlich, ein Streitschlichter für das Verfahren und die Vertraulichkeit.
Deshalb bilden wir in Klasse 9 Schüler / innen in einer freiwilligen AG zu Streitschlichtern aus, die die Konflikte von Schülern in Klasse 5 und 6 so schlichten, dass es keine Verlierer gibt, damit sich die Streitenden nach der Auseinandersetzung noch in die Augen schauen können. 

d Schulsanitätsdienst

Eine Lehrkraft organisiert das Projekt Schulsanitätsdienst und betreut die Gruppe der Schulsanitäter / innen. Dabei wird sie bei uns vom Jugendrotkreuz vor Ort unterstützt. Schüler / innen lernen durch den Sanitätsdienst in gegenseitiger Verantwortung zu leben.

Unsere Ziele sind:

- Leistung von Erster Hilfe bei Schulunfällen

- Erlernen und Einüben von sozialen Verhaltensweisen

- Umsetzen von Unterrichtsinhalten in praktisches Handeln

- Förderung des Gefahrenbewusstseins bei Kindern und Jugendlichen

Unsere Schüler / innen nehmen in einer freiwilligen AG an einem 8 Doppelstunden umfassenden Erste-Hilfe-Kurs teil und erhalten darüber eine Erste-Hilfe-Teilnahmebescheinigung. Die Schulsanitäter / innen sind verpflichtet, sich regelmäßig in den Bereichen Erste-Hilfe, Unfallverhütung und Gesundheitserziehung fortzubilden.

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