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[ Vorwort] [Jahrgangsstufen] [Schwerpunkte] [Elternarbeit] [Tradition] [Kooperation] [Ausbildung] [Qualität] [Anhang]

Das Schulprogramm wurde überarbeitet und von der Schulkonferenz im Mai 2010 in neuer Form verabschiedet.

I VORWORT

Das vorliegende Schulprogramm dient als Orientierungshilfe für alle an der Schule Beteiligten. Es enthält Erziehungs- und Bildungsgrundsätze, die im Laufe von sechs Schuljahren an der MPR verwirklicht werden sollen und orientiert sich an den Richtlinien und Lehrplänen für die Realschule sowie den gültigen Vorschriften und Rechtsverordnungen und wurde unter Beteiligung von Lehrern, Eltern, Schülerinnen und Schülern erstellt. Es unterliegt einem ständigen Aktualisierungsprozess.

Die uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt aller unserer Bemühungen .

1. DIE REALSCHULE ALS SCHULFORM ALLGEMEIN

Die Realschule ist eine Schulform der Sekundarstufe I und hat dem mittleren Bildungsabschluss zum Ziel. Sie führt Schülerinnen und Schüler einerseits auf Berufe hin, die in ihren Ausbildungsgängen einen erhöhten theoretischen Anspruch haben, andererseits ermöglicht die an der Realschule erworbene Fachoberschulreife den Besuch weiterführender Schulen wie die Fachoberschulen und die gymnasiale Oberstufe bei entsprechender Qualifikation.

2. DIE REALSCHULE IM SCHULZENTRUM OST ALS BESONDERHEIT

Die Max-Planck-Realschule bildet zusammen mit dem Carl Duisberg Gymnasium (CDG) das Schulzentrum Ost. Die räumliche Nähe zum Gymnasium bedeutet für die SchülerInnen in Fragen der Durchlässigkeit und der Übergänge innerhalb beider Schulsysteme eine erhebliche Erleichterung.
Unsere Schule liegt geographisch am östlichen Rand Wuppertals. Daraus ergibt sich ein sehr großes Einzugsgebiet, was ein vielschichtiges Erscheinungsbild in der Schülerschaft mit sich bringt. Dies prägt die Bildungs- und Erziehungsarbeit an unserer Schule mit.

3. ERZIEHUNGS-UND BILDUNGSARBEIT AN DER REALSCHULE OST

Als Voraussetzung für erfolgreiches Lehren, Lernen und Erziehen betrachten wir eine positive Schulatmosphäre. Diese sollte von gegenseitigem Respekt, freundlichem und höflichem Umgang miteinander geprägt sein, so dass sich die SchülerInnen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen, die es ihnen ermöglichen, zu einer selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Lebensgestaltung in einer demokratisch orientierten Gesellschaft zu gelangen.

Im Hinblick darauf sind bei unserer pädagogischen Arbeit sowohl personale und soziale Erziehung als auch fachliche Bildung die tragenden Säulen.

Diese wiederum basieren auf dem Fundament von vier Grundprinzipien des Lehrens, die Maßstab für unsere gesamte schulische Arbeit sind.

3.1 Die vier Grundprinzipien

a Gegenwarts- und Zukunftsorientierung

Darunter verstehen wir, dass die Auswahl und Festlegung von Unterrichtsinhalten bzw. -zielsetzungen und Arbeitsweisen für die Lebenswirklichkeit der Schüler bedeutsam sein muss. An ihrer Auswahl sind die Schüler mit beteiligt.

b Wissenschaftsorientierung

Das bedeutet für uns wissenschaftliche Erkenntnisse und fachspezifische Arbeitsweisen so zu vermitteln, dass die Schüler zunehmend zum selbstständigen Umgang mit ihnen befähigt werden.So versetzen wir sie in die Lage, die Zusammenhänge unserer Lebenswirklichkeit zu erkennen, zu strukturieren und sich problemorientiert damit auseinander zu setzen.

c Erfahrungsorientierung

Das heißt für uns ein Lernen, das die persönlichen Erfahrungen der SchülerInnen aufgreift und durch den Gewinn neuer Erkenntnisse erweitert. Zunehmend wird dadurch die Motivation und Lernbereitschaft unserer Schüler gefördert.

Dies erreichen wir ganz wesentlich auch durch

d Handlungsorientierung

denn im selbstständigen Erproben, Untersuchen, Planen, Verändern, Herstellen und Prüfen erkennen die Schüler ihre persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten, die Vielfalt und die Qualität eigener praktischer, emotionaler und intellektueller Fähigkeiten.

3.2 Personale und soziale Erziehung

Dazu gehören aus unserer Sicht insbesondere zwei Ebenen, nämlich:

a die Vermittlung kultureller und ideeller Werte.

Darunter verstehen wir:

- sich der eigenen Identität bewusst zu werden

- unterschiedliche religiöse / kulturelle Werte und Traditionen kennen zulernen
- Toleranz zu entwickeln, d.h. die Werte Entscheidung anderer zu achten

- sich für Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit einzusetzen

- Hilfsbereitschaft zu zeigen

b Ebenso gehört für uns dazu aber auch, bei unserern Schülern die Bereitschaft zum sozialen Handeln zu erwecken. Dies heißt für uns:

- nicht nur alleine zu lernen, sondern auch mit anderen zusammen zu arbeiten

- für erzielte Ergebnisse und Entscheidungen Verantwortung zu übernehmen

- Probleme unserer Gesellschaft und Umwelt zu erkennen und an ihrer Bewältigung mitzuarbeiten

- Belobigung sowie Anerkennung als Grundlagen der Identifikation mit unserer Schule zu erfahren, so dass die Bereitschaft geweckt wird, sich für die Interessen der Schule einzusetzen (Ordnungsdienste, Teilnahme an schulischen / außerschulischen Veranstaltungen .....)

c Welche Voraussetzungen sollte/muss ein zukünftiger Schüler/eine zukünftige

Schülerin unserer Schule mitbringen?

Langjährige Erfahrungen in der Erprobungsstufenarbeit an unserer Schule zeigen, dass ein langfristiger Schulerfolg nur dann gesichert ist, wenn der Schüler, die Schülerin folgende Voraussetzungen mitbringt:

Persönliche Voraussetzungen

- die notwendigen Arbeitsmaterialien ständig bereithalten

- Hausaufgaben selbständig und zuverlässig anfertigen können

- sich selbst organisieren können

- sich in Gruppen einfügen und Regel einhalten können

- Lernbereitschaft und Interesse an unserer Schule zeigen

- belastbar sein und dabei in angemessenem Maße ausdauernd und beständig arbeiten können

Fachliche Voraussetzungen

- in allen Fächern der Grundschule durchschnittlich mindestens befriedigende Leistungen erbringen

- die deutsche Sprache in Wort und Schrift altersgemäß beherrschen

Methodische Voraussetzungen

- Arbeitsanweisungen in den verschiedenen Fächern lesen, verstehen und umsetzen können

- Probleme erkennen, verbalisieren und Lösungsvorschläge entwickeln können

- sich in unterschiedliche Sozial- und Arbeitsformen (Einzel-, Partner- u. Gruppenarbeit sowie Klassengespräch) konstruktiv einbringen können

- Lern- und Arbeitsergebnisse verständlich und ordentlich anfertigen und präsentieren können

d Beratung

Eine unserer Aufgaben sehen wir in der Pflege einer intensiven Beratung hinsichtlich Leistungs- und sozialer Entwicklung , Fördermöglichkeiten und Schullaufbahn, die von allen Lehrern /Lehrerinnen wahrgenommen wird.
Diese Beratungstätigkeit wird von besonders ausgebildete Beratungslehrern / innen   unterstützt und ergänzt. Diese leisten Hilfe und beraten Schüler, Eltern und KollegenInnen   z.B. in Bezug auf individuelle Fördermaßnahmen bei Übergängen in weitere Bildungsgänge, bei der Vorbeugung und Bewältigung von Konflikten in der Schule aufgrund von Lern- und Verhaltensproblemen und in Bezug auf den Kontakt zu außerschulischen Einrichtungen.
Grundsätzlich sollen Rat suchende SchülerInnen, Eltern und KollegenInnen die Möglichkeit haben, über ihre Anliegen, Probleme und Nöte zu sprechen.

3.3 Fachliche Bildung

Die fachliche Bildung hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert und findet in den folgenden Unterrichtsfächern statt:
Deutsch, Mathematik, Englisch als erste Fremdsprache, Französisch als zweite Fremdsprache ( ab Klasse 6 ) Biologie, Physik, Chemie, Politik, Erdkunde, Geschichte, Sport/Schwimmen, Religion, Kunst, Musik und Textilgestaltung. Zusätzlich können ab Klasse 7 Sozialwissenschaften und Technik gewählt werden.

a Wahlpflichtbereich I

Wir organisieren den Fachunterricht in der Neigungsdifferenzierung im Klassenverband und im Kurssystem mit festgelegten Fächerschwerpunkten, die die Schüler ihren Neigungen entsprechend wählen können. Diese sind in Klasse 7 - 10 zur Zeit folgende:

- Fremdsprachen (FS) mit Französisch als 4. Klassenarbeitsfach

- Naturwissenschaften (NW) mit Technik als 4. Klassenarbeitsfach

- Naturwissenschaften (NW) mit Biologie als 4. Klassenarbeitsfach

- Sozialwissenschaften (SW/PK) mit Sozialwissenschaft als 4. Klassenarbeitsfach

- Musisch Künstlerisch (MK) mit Kunst als 4. Klassenarbeitsfach

b Wahlpflichtbereich und Arbeitsgemeinschaften

In Ergänzungsstunden bieten wir unseren Schülern weitere interessante Fachangebote, wie  z.B. Informatik,Spanisch, Hauswirtschaft u.a..
Nach Möglichkeit werden bei uns auch Arbeitsgemeinschaften angeboten, in denen die SchülerInnen ihre Begabung einbringen können (z.B. Chor, Band, Theater).

c Projektorientierter Unterricht - Unterrichtsgänge - externe Beratungen

Wir organisieren den Unterricht auch über die Fächergrenzen hinaus, wobei wir für einen festgelegten Zeitraum ein Thema in mehreren Fächern in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen. Dies geschieht z.B. bei Projekten.
Abwechslungsreicher und qualitativ hochwertiger Unterricht erfordert nach unserem Verständnis das Unterrichten auch außerhalb des Klassenraumes bzw. Schulgebäudes. Dies geschieht nach Festlegung der Fachkonferenzen bei Unterrichtsgängen. Darüber hinaus werden wir auch zukünftig die Unterstützung durch externe Fachleute bzw. Institutionen zur Verbesserung unserer Bildungs- wie Erziehungsarbeit nutzen (z.B. Berufsberater des
Berufsinformationszentrums, Mitarbeiter des Kommissariats Prävention... .)
Mit diesen vielseitig gestalteten Lernprozessen werden wir dem Bedürfnis nach motivierenden zukunftsweisenden Unterrichtsinhalten gerecht.

Auf diesen Wegen lernen die Schüler in den sechs Jahren der Realschulzeit alle Inhalte und Methoden entsprechend den für unsere Schule geltenden Vorgaben kennen.

Personale und soziale Erziehung aber auch fachliche Bildung kann nur unter Entfaltung von für alle verbindlichen Regeln erfolgreich sein. Diese bilden die Grundlagen dafür, unnötige Konflikte zu vermeiden und die unvermeidbaren sinnvoll zu lösen. Sie sind in der gemeinsam mit dem Carl-Duisburg-Gymnasium erarbeiteten Hausordnung und unseren "Regeln der Gemeinschaft" ausgedrückt und bestimmen unser Verhalten untereinander.

d Grundregeln für das Zusammenleben aller Menschen an dieser Schule

Während vordergründig an der unterrichtlichen Arbeit nur Lehrer und Lehrerinnen sowie Schüler und Schülerinnen beteiligt scheinen, gelingt das Zusammenleben an dieser Schule nur, wenn auch die Menschen, denen wir nicht täglich vor Ort begegnen, ihren Beitrag zur Erreichung gemeinsamer Ziele leisten.
So muss sich Erziehung und Leben an der Schule von “außen” bereichern lassen. Ohne die wertvolle, vorbereitende und begleitende Arbeit der Eltern unserer Schülerinnen und Schüler lässt sich zum Beispiel kein Regelkatalog aufrecht erhalten und durchsetzen. So wünschen wir, dass Eltern uns in dem Bemühen unterstützen, allgemeingültige Regeln, die nicht nur für die Schule von Bedeutung sind, einzuüben: Höflichkeit, Respekt, Pünktlichkeit, das Entsorgen von Müll sowie die Einhaltung von Hygiene und Sauberkeit und das Vermeiden von Gefahren sowie sorgsamer Umgang mit fremden Eigentum.
Unabdingbar zum Gelingen des Schullebens tragen auch Verwaltung und Hausmeister bei, die in ihren Tätigkeiten reibungslose Abläufe in verschiedenen Bereichen garantieren, sich z.B. um die Betreuung von Schülern und Schülerinnen kümmern und Gefahrenquellen beseitigen sowie mit dem Reinigungspersonal gemeinsam für eine ansprechende und saubere Umgebung und Atmosphäre sorgen.
Für alle am schulischen Zusammenleben Beteiligten ist die Hausordnung der Max-Planck-Realschule verbindlich.
Als Ergebnis erhoffen wir für unsere Schüler nicht nur eine durch Erfolgserlebnisse geprägte Zeit auf der Max-Planck-Realschule zu gestalten, sondern bei diesen auch die Bereitschaft und Fähigkeit zum lebenslangen Lernen zu erwecken, wie sie in der heutigen durch Veränderung geprägten Welt zunehmend erwartet wird.

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